Die ITK, ihre Geschichte und ihr Ziel
Ein glücklicher Zufall
Das Prof. Dr. Martha Eibl Immunologin wurde, war wie so oft im Leben ein Zufall. Als junge Ärztin wollte sie ihr Wissen in Neurologie und Psychiatrie an der New York University of Medicine vertiefen. Um die Wartezeit für die in Aussicht gestellte Stelle zu überbrücken, arbeitete sie im pathologischen Labor der Universität. Dort traf sie auf ihren langjährigen Mentor, dem späteren Nobelpreisträger Baruj Benaceraff. Er konnte sie derart für die Immunologie begeistern, dass sie ihre Ausbildung bei ihm absolvierte und sich ein umfassendes Wissen auf dem Gebiet der Immunologie, damals eine junge, wenig beachtete Wissenschaft innerhalb der Medizin an. So wurde der Grundstein ihrer wissentschaftlichen Tätigkeit geprägt, bei der ein fortlaufend reger Austausch auf internationaler Ebene einen zentralen Stellenwert hatte.
Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in New York, bei dem auch die älteste Tochter in den USA geborenwurde kehrte die ursprünglich aus Ungarn stammende Ärztin nach Wien zurück und absolvierte ihre Facharztausbildung zur Internistin an der II. Medizinischen Universitätsklinik unter der Leitung von Prof. Dr. Karl Fellinger. Er wurde zu ihrem geschätzten Lehrer und unterstützte sie, sich der klinischen Immunologie zuzuwenden. Nach dieser Ausbildung konnte sie wissenschaftliche und klinische Tätigkeit zusammenführen und wurde zur Oberärztin am neu gegründeten Institut für Immunologie ernannt. Das Institut war 1967 die erste universitäre Forschungseinrichtung im deutschsprachigen Raum, die sich ausschließlich der immunologischen Forschung widmete.
Immunschwächen endlich erkennen
Im Rahmen ihrer Tätigkeit fokussierte sie ihr Interesse auf Kindern mit immunologischen Erkrankungen. Sie wurde als Konsiliarärztin verschiedener Kinderspitäler nicht nur in Wien, sondern auch in den verschiedenen Nachbarländern zur Diagnostik und Therapie oft lebensbedrohlicher immunologischer Defekte herangezogen. Diese jungen PatientInnen waren bisher lange unterversorgt. Sie waren schwer krank und starben ohne, dass ihre Krankheit diagnostiziert oder behandelt werden konnte,
Primäre Immundefekte gehören zu den seltenen Erkrankungen und ihre Diagnose ist entsprechend schwierig. Selbst heute sind etwa weltweit 80% der Betroffenen nicht diagnostiziert.
Der Mensch im Fokus
Forschung für die PatientInnen
Eine Auszeichnung für Wissenschaft und Menschlichkeit
Für ihre Arbeit erhielt Prof. Dr. Martha Eibl in ihrem Leben viele akademische und staatliche Auszeichnungen. Zusätzlich wurde sie für ihr menschliches Engagement mit der roten Lilie von Florenz ausgezeichnet, die für Wissenschaft und Humanität verliehen wird.
Wir setzen das Erbe fort
Ganz in Ihrem Sinne setzen wir das Erbe der Immunologischen Tagesklinik fort, und mit einem neuen Team führen wir nicht nur diese kritische Krankenversorgung fort, sondern erweitern unsere Tätigkeiten mit neuen ExpertInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen.
Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Fragen und Informationen: office@itk.at
Wir sind für Sie und Ihre PatientInnen da!